Wanderausstellung

Gesichter der Religionen in Nürnberg

12 junge Nürnbergerinnen und Nürnberger aus 12 verschiedenen Religionen „zeigen Gesicht“:

Sie sehen aus wie „Du und ich“ oder vielleicht auch auf den ersten Blick ganz „exotisch“. Sie sind in Nürnberg geboren oder auch hierhergezogen, im Zug globaler Migration oder Flucht. Sie nehmen uns mit an ihren Lieblingsort in Nürnberg und zeigen wo sie beten. Sie teilen mit uns ihren Lieblingssatz und ihr ganz persönliches Symbol für ihren Glauben Dabei gehört Religion einfach und ganz natürlich zu ihrem Alltag, ob sie nun Jüdin, Christin, Muslima, Mandäerin, Buddhist, Sikh, Bahái oder Ezide sind.

Im Sommer 2019 haben wir gemeinsam mit unserer Praktikantin Alexandra Neubert und Fotografin Elke Löffler die Ausstellung „Gesichter der Religionen-Nürnberg“ erarbeitet. Das war eine tolle Erfahrung und hat uns selbst die Chance eröffnet, die religiöse Vielfalt in unserer Nachbarschaft noch einmal ganz neu zu entdecken. Bei den Gesprächen entstand oft eine sehr persönliche und nahe Atmosphäre, ein echtes Geschenk! Wir als Christen haben ihn wirklich spüren können, den Heiligen Geist, der Grenzen überwindet und uns auf einander hin öffnet. Verschieden mögen die spirituellen Wege und Traditionen sein, die wir kennenlernen durften; in der Begegnung mit den 12 jungen Menschen des Projekts ließ sich etwas Größeres, Verbindendes erspüren. Wir teilen eine Sehnsucht; Sehnsucht nach Halt im Leben und nach Orientierung, wofür es sich lohnt zu leben. Keiner der Teilnehmenden betonte das Trennende oder Exklusive, obwohl alle von ihnen lebendig in der ihnen eigenen Tradition stehen. Das macht Hoffnung, dass gelebte Religiosität in einer solchen Vielfalt wie in Nürnberg, eben nicht etwas Trennendes ist, sondern im Gegenteil eine wichtig Quelle dafür sein kann dass unser Miteinander gelingt.